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SD-Karte und USB-Stick wiederherstellen

Speicherkarten und USB-Sticks haben keinen Papierkorb. Dafür lassen sich gelöschte Dateien dort oft besonders gut zurückholen, selbst nach einer Schnellformatierung.

Von Aarvion · Aktualisiert am 25. Oktober 2026

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Die wichtigsten Regeln vorab

  • Karte oder Stick sofort nicht mehr benutzen. Keine neuen Fotos, keine Dateien draufkopieren.
  • Nicht formatieren, auch wenn Windows meldet: „Sie müssen den Datenträger formatieren, bevor Sie ihn verwenden können.“ Klicken Sie auf Abbrechen.
  • Nicht „reparieren“ lassen, bevor die Daten gesichert sind. Eine Fehlerprüfung mit chkdsk /f kann Dateireste verändern.
  • Gerettete Dateien immer auf dem PC oder einem anderen Laufwerk speichern.

Warum die Chancen bei Speicherkarten gut sind

Speicherkarten und USB-Sticks nutzen meist FAT32 oder exFAT. Beim Löschen wird nur der Verzeichniseintrag als gelöscht markiert; die Daten selbst bleiben stehen. Anders als interne SSDs kennen die meisten Karten und Sticks kein TRIM, das gelöschte Bereiche sofort leert.

Bei einer Schnellformatierung wird nur das Inhaltsverzeichnis neu angelegt. Ein Tiefenscan findet die Dateien dann über ihren Inhalt. Eine vollständige Formatierung unter Windows überschreibt dagegen alles mit Nullen; danach ist keine Software-Rettung mehr möglich.

So retten Sie Daten von SD-Karte und USB-Stick

  1. Karte per Kartenleser oder Stick per USB anschließen.
  2. DiskDetox öffnen und Recover files wählen. Speicherkarten und USB-Sticks erscheinen neben den PC-Laufwerken.
  3. Zuerst den Schnellscan starten. Er findet kürzlich gelöschte Dateien mit Namen und Ordner, etwa DCIM\100CANON\IMG_0042.JPG.
  4. Fehlen Dateien oder wurde formatiert: den Tiefenscan starten. Er durchsucht den gesamten freien Speicher nach Fotos (JPG, PNG, HEIC), Videos (MP4, MOV), PDFs, Office-Dokumenten und Archiven.
  5. Ergebnisse nach Typ filtern, in der Vorschau prüfen und auf dem PC speichern.
Wiederherstellung: Laufwerk, USB-Stick oder Speicherkarte wählen
Wiederherstellung: Laufwerk, USB-Stick oder Speicherkarte wählen

Der Scan wird 30 Tage gespeichert. Sie können die Karte also später erneut auswerten, ohne von vorn zu beginnen.

Speicherkarte rettenSchnell- und Tiefenscan für SD-Karten, microSD und USB-Sticks. Die Karte wird nur gelesen.

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Wenn die Karte gar nicht erkannt wird

Software kann nur Daten von Karten lesen, die Windows als Laufwerk erkennt. Prüfen Sie:

  • einen anderen Kartenleser oder USB-Anschluss,
  • ob die Karte in der Datenträgerverwaltung auftaucht (Rechtsklick auf Start → Datenträgerverwaltung), eventuell ohne Laufwerksbuchstaben oder als „RAW“,
  • bei microSD-Karten den Adapter, der oft die Fehlerquelle ist.

Erscheint die Karte als RAW, nicht formatieren, sondern mit dem Tiefenscan nach Dateien suchen. Ist sie physisch beschädigt (gebrochen, Wasserschaden, wird nirgends erkannt), hilft nur ein professionelles Datenrettungslabor.

SD-Karte reparieren, aber erst nach der Rettung

Sind alle wichtigen Dateien gesichert, können Sie die Karte reparieren oder neu formatieren:

  • Fehler prüfen: Rechtsklick auf das Laufwerk → Eigenschaften → Tools → Prüfen.
  • Neu formatieren: Rechtsklick → Formatieren, Dateisystem exFAT für Karten über 32 GB.
  • Treten danach wieder Fehler auf, ist die Karte am Ende ihrer Lebensdauer. Ersetzen Sie sie.

Häufige Fragen

Kann ich eine formatierte SD-Karte wiederherstellen?

Nach einer Schnellformatierung meist ja, mit dem Tiefenscan. Nach einer vollständigen Formatierung unter Windows nicht, weil dabei alle Daten mit Nullen überschrieben werden.

Funktioniert das auch mit Kamera- und Drohnenkarten?

Ja. Kameras, Drohnen und Actioncams speichern auf FAT32- oder exFAT-Karten, die DiskDetox liest. Typische Formate wie JPG, MP4 und MOV werden auch im Tiefenscan erkannt.

Was ist mit RAW-Fotos (CR2, NEF, ARW)?

Der Schnellscan findet sie mit Namen, solange ihre Einträge noch vorhanden sind. Der Tiefenscan sucht nach gängigen Formaten wie JPG, PNG, HEIC, MP4 und MOV; Kamera-RAW-Formate gehören derzeit nicht dazu.